ZEN-SATIONAL Tokyoites back in town!

Heute öffnen wir das letze Mal Post von der Insel Honshū. In den vergangenen Wochen haben uns unsere liebgewonnenen Japan-Reisenden Nils und Finn immer fleißig mit Neuigkeiten aus Tokio versorgt. Jetzt erzählen uns die Gewinner der von ASICS gesponsorten Reise, was sie während ihrer letzten Tage in Asien alles erleben durften. Wo es ist Japan autoreifengroße Seerosenblüten gibt, was passiert, wenn man in Tokio seinen Geldbeutel auf einer Parkbank vergisst und was Finn uns Nils dazu inspiriert, Schildkröten in der Alster auszuwildern, das alles erfahrt ihr nach dem
“Es ist Montag. Um das Tokio-Puzzle zu komplettieren, fehlen uns nur noch zwei Stadtteile. Heute ist Ueno an der Reihe. Neben der großen Parkanlage mit Seen, Teichen und dem Ueno-Zoo, ist das Viertel auch bekannt für seinen Schwarzmarkt, der sich dort durch viele Straßen und Gassen zieht.

Aber zurück zum Park: Hier schwimmen Karpfen und auch große Schildkröten zwischen den noch größeren Seerosen – und wieder einmal sind wir von so Vielem begeistert und planen beizeiten ein paar dieser Tiere in die Alster zu entlassen. Stark!

Hat man die weitläufige Parkanlage erst hinter sich gelassen, ist an der Universität, zahlreichen Museen und Tempeln vorbeigegangen, so erreicht man den Ueno-Friedhof. Und auch der ist seinen Weg wert. Interessant und so gar nicht vergleichbar mit Deutschland.
So, nachmittags gehen wir noch in Shibuja einkaufen und dann wird es stumpf. Endlich!
Es ist Dienstag, 16 Uhr. Es geht auch ohne Luftfeuchtigkeit, dann allerdings brennt die Sonne. Östlich des Sumida Gawa gönnt die Nachmittagssonne Asakusa mal einen Farbanstrich – wir machen die Fototour, die wir uns schon vor zwei Tagen vorgenommen hatten und sind froh, dass es vorher nicht geklappt hat.

Übrigens: Es ist ohne Frage kein Problem, hier eben mal seinen Rucksack auf einer Bank liegen zu lassen, während man 100 Meter weiter ein Foto von der menschenüberlaufenen Kreuzung zu machen. Denn wenn man sein Portemonnaie mal aus Versehen auf einer Bank oder im Restaurant liegen lässt, wird es morgen oder in drei Wochen mit Sicherheit auch noch da liegen. Und wenn man in Tokio nochmal schnell irgendwas einkaufen muss, so wird das Auto kurzerhand links rangefahren, man springt raus, geht kurz die halbe Stunde einkaufen und kann sich sicher sein, dass das Auto dann trotzdem noch voll klimatisiert ist – klar, der Schlüssel steckte ja, damit der Motor weiterlaufen konnte. Richtig gut!
Es ist Donnerstag. Schnell noch die letzten Punkte auf unserem täglichen, spontan zusammengeworfenen Programm abreißen. Dazu gehört in erster Linie der Zojo-Ji, ein buddhistischer Tempel im Herzen Tokios.

Die drei Abschnitte aus denen er besteht, stehen für die drei Phasen auf dem Weg ins Nirwana. Ein riesiges Gerät, innen ist alles schwarz-gold, ein riesiger Lüster hängt von der Decke, Menschen beten, es riecht nach Räucherstäbchen. Ziemlich beeindruckend, auch wenn ein Ventilator vor einer der Buddha-Statuen irgendwie mit der traditionellen Stimmung bricht.

Zu guter Letzt machen wir uns auf zum ASICS-Store im Stadtteil Shinjuku. Grund genug haben wir, schließlich ist ASICS der Sponsor der ganzen Angelegenheit. Daher sei auch nur nebenbei erwähnt, dass wir schon einmal hier waren, aber auch diesmal keiner Englisch spricht… Trotzdem nett! Lächeln immer alle.

Angesichts des anstrengenden Rückflugs lassen wir unseren letzten Abend in Tokio – man kann sagen traditionell – mit einer Whiskey-Schorle ausklingen. Wir trinken heute aus dem kleinen Glas, das wundert uns. Bei der zweiten Runde greift die Barkeeperin dann zum Glück wieder zum großen Krug!

Wir nehmen das Ende vorweg: Hamburg hat uns wieder! Wir sind im Eimer, seit 38 Stunden wach, kaputt und glücklich. Die letzten Yen haben wir wahrscheinlich für eine Schachtel Kippen rausgekickt, dementsprechend durstig müssten wir sein, die Getränke gibt’s aber erst im Flugzeug, was die drei Stunden Aufenthalt in Paris nicht leichter macht. Erst über Hamburg werden wir aus der Sonne in den grauen, norddeutschen Wolkenbrei abtauchen. Aus 33°C mach 15°C.
Aber hey: Hamburg hat uns wieder!
Danke ASICS, danke frontline, danke Guido für diesen großartigen Trip!”
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