Tokyo Drift: Post aus Japan

Post von Nils und Finn, das bedeutet: Post aus Tokio. In der jüngsten Nachricht der beiden Ausflügler berichten die Gewinner der von uns verlosten Reise nach Japan von pyrotechnischen Sensationen und aufsehenerregender Architektur.
Warum sich Tokios arbeitende Bevölkerung zu jeder erdenklichen Gelegenheit hintereinander anstellt, die Stadt aber dank unzähliger Automaten nötigenfalls auch ganz ohne menschliche Beschäftigte funktionieren würde, und warum es Tokio in Wirklichkeit locker mit Paris aufnehmen könnte, das alles erfahrt ihr nach dem
“Wir fragen uns, warum das hier alles funktioniert. Weil die Welt noch in Ordnung ist, mag man meinen. Man stellt sich an – an Bahnen, Bussen, es gibt imaginäre Warteschleifen und Halteschilder, fest ausgerichtete Laufrichtungen in U-Bahn-Stationen und Schilder, die einem alles erklären. Als hätten die einfach an Alles gedacht!

Dass mit den Mülleimern haben wir dann auch herausbekommen – nach dem 11. September 2001 ist die Angst vor Anschlägen auf öffentlichen Plätzen ausschlaggebend dafür gewesen, die Mülleimer von den Straßen zu verbannen. Warum hingegen viele Tokioter diese Atemschutzmasken tragen, das wissen selbst Einheimische nicht.

Und dann: Die Automaten. Es gibt hier Automaten an jeder Ecke. Sogar fünf nebeneinander. Es gibt Geschäfte, die ausschließlich mit Automaten gefüllt sind, ganz ohne Angestellte. Man kann sich also vorstellen, dass man zumindest rund um die Uhr Getränke bekommt. Wir sind begeistert und wollen das auch. Los, Hamburg!

Der Tokio Tower. Paris kann einpacken. 13 Meter höher, 3000 Tonnen leichter und bunter kommt hier das Modell “Tokio”. Der riesige Funk- und Fernsehturm überragt die Stadt und ist fester Bestandteil in jedem Bild der Skyline des wunderbaren Tokios. Wir sind also obendrauf. 250 Meter liegen unter uns und es ist toll. Dann bricht noch die Nacht über Tokio herein und damit wird es noch viel schöner…

Es ist Samstag Abend und wir sind beim “Hanabi”. Das ist eines von Japans Feuerwerken, die über mehrere Stunden(!) gehen. Es ist wie ein großes Fest, das die Tokioter alle gemeinsam erleben und genießen. Die Leute sitzen auf den Straßen, den Dächern oder klettern auf Bäume, um den besten Blick auf das Feuerwerk zu erhaschen. Alle sind in traditionellen Gewändern gekommen, die Herren in Kimonos, die Ladys sind darüber hinaus noch aufwändig geschminkt. Alle haben sich auf dieses Ereignis vorbereitet, die Stimmung ist ausgelassen und großartig.
Gezündet wird das Spektakel vom Wasser – vom Sumida-Gawi – aus, das ist der breite Fluss, der durch Tokio fließt. Die vielen Brücken, die ihn überqueren, bieten eine schöne Kulisse.

Heute sind wir umgezogen. In unserer neuen Bleibe “Samurai Khaosan Tokyo Guest House” zieht man endlich traditionell seine Schuhe beim Betreten des Hauses aus und bekommt Schlappen. Echt japanisch!”
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12. September 2010 um 03:00 Uhr
Atemschutzmasken: schonmal neben jemandem gestanden, der geniest hat? Dabei überlegt: “Hoffentlich stecke ich mich nicht an!”? Dann jetzt mal andersrum denken! Wer die Maske trägt, will andere nicht anstecken. Wenn man jetzt nebenbei noch weniger Abgase einatmet, hat man einen doppelt positiven Effekt.
Geklärt?